Urlaub geht auch hier

Eine Woche Urlaub zu Hause. Anbei ein paar Bilder dazu.

Panarbora in Waldbröl. ‚Pan‘ lat. ‚umfassend‘ arbor lat. Baum

Ausblick vom barrierefreien Aussichtsturm:

Baumwipfelpfad:

Landschaftspark Duisburg:

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Man kann auf den Hochofen steigen

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Vom Hochofen nach unten geschaut:

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Jeder Absatz ist durchnummeriert: „Bühne“

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Großer Hunt (bringt das Erz in den Hochofen), kleiner Driver

Teil des Konzeptes: die Natur darf sich ihr Territorium zurückholen

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Best of Azoren

Man versucht ja in jedem Post, die besten Bilder zu zeigen, aber hier und da findet sich doch noch ein schönes Bild. Die Panoramen sind vom Diver
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Unsere Freunde aus Holland haben mir erlaubt, diesen Link zu den Blauhaien einzufügen. Danke Giovanni und Paul!

Letzter Tag

Wir verabschieden uns von einer tollen Insel, schöner Natur, netten Portugiesen, Tauchen der Extraklasse, klasse Essen, lecker Wein, Bier fast wie zu Haus und unserem neuen Lieblingsberg. Wir fragen uns ernsthaft, warum wir nicht schon eher hier waren.
Morgen gehts über Lissabon nach Haus. Freut mich, dass Ihr uns begleitet habt. Bis zum Nächstenmal.
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Solarbetrieben

Solarbetrieben

Walspotterhäuschen

Walspotterhäuschen

Gerade schien noch die Sonne

Amaryllis am Straßenrand

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Ich kann auch billiger frieren …

… hat meine Mama mal gesagt. Sie wollte nicht in Urlaube, in denen man friert. Diese Gene hab ich geerbt – sehr zum Leidwesen meines Gatten – er hat eher die Konstitution eines Bärs. Sein Temperaturhaushalt ist stets geregelt.
Wir gehen wieder tauchen. Vormittags einen Küstentauchgang, nachmittags zu den Haien. Dazwischen zu viel Zeit, um den Anzug anzulassen, zu wenig, um ihm zu trocknen. Da das Wetter auch nicht zum Aufwärmen geeignet ist, wird das zwangsläufig eine Kalte Sache.

Tauchgangsplanung der Basis

Wir tauchen gleich vor der Tür, an dem Felsen vor der Hafenausfahrt. Keine lange Bootstour. Fein.

Unter Wasser große Felsbrocken auf Sandgrund. Und Strömung. Das rote Seegras wiegt sich hin und her. Ein paar Fische wuseln herum, eine Flunder liegt platt und gut getarnt im Sand. Schön hier, doch der Diver macht keine Bilder. Schade für Euch. Nach 10 Minuten ist mir kalt. Da macht die Sache nicht mehr soo viel Spaß. Die Strömung nimmt zu, jetzt muss man auch paddeln, um bei der Gruppe zu bleiben. Kaltes Wasser dringt hier und da in den Anzug. Wir wiegen mit der Dünung hin und her. Ein schöner Tauchplatz. Irgendwer hat weniger Luft, als wir, also tauchen wir auf. Mir ist’s recht.
Schnell sind wir wieder im Hafen, alles ausziehen, ausspülen, aufhängen. Trockenlegen. Brrr. Der Wind macht das Ganze so kalt. Wir gehen in die Bar nebenan. Ich freu mich auf ein Sandwich. Aber kaum hab ich den Kaffee ausgetrunken, klingelt das Handy: wir sollen wieder reinkommen, man hat Haie gesichtet, es geht weiter. Nix gegessen, kein Wasser getrunken, geht es wieder los. Fies ist jetzt, bei Wind wieder in die nassen Sachen zu steigen… Ich such mir ein Fleckchen in der Sonne – da geht’s besser. Hätte ich auch gleich alles anlassen können. Wieder raus mit dem Boot.

Wir treffen die Belgier, die haben für uns den Hai geködert. Danke. Eimal Krach beim Frühstück verziehen.
Da der Hai schon kreist, dürfen wir gleich rein, kein Warten nötig.
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Er kommt schön nah, man kann ihm tief in die Augen schauen. Wenn er so schlängelnd schwimmt, machen die Augen die Gegenbewegung, um denselben Punkt zu fixieren. Cool.
Leider ist er meist an der Oberfläche. Von unten gegen die Sonne ist echt grell, hab meine Sonnenbrille nicht dabei. Von unten durch die Wasseroberfläche geschaut, kann man die Möwen nach Fischködern angeln sehen und wann der Käpt’n wieder Fischreste reinwirft. Tolle Optik.

Blau ist er nur, wenn man von oben schaut und er im Blauwasser schwimmt. Eher silbern, wenn man ganz nah dran ist. Vom Boot aus, sieht er dann bräunlich grau aus.

Nach dem Tauchgang schleppen wir unsere Ausrüstung ins Hotel. In voller Tauchmontur durch die Lobby, tropfend in den Fahrstuhl, durch den Flur und aufs Zimmer. Dort wird das Bad geflutet – Salz abspülen und dann den Balkon dekorieren. Danach belohnen wir uns mit Abendessen und lecker was zu trinken.
Das war’s mit Tauchen hier.

Morgen wird der im Blut angereicherte Stickstoff abgebaut, damit es dann Samstag in den Flieger gehen kann. Wann das ist, sagt mir mein Tauchcomputer. Der ist bei jedem Tauchgang dabei. Zeigt mir an, wie lange wie tief ich bin und wie lang ich so tief bleiben darf.

Auch die Wassertemperatur zeigt er an. Nach dem Tauchgang kann ich ablesen, wie lang die Pause seit dem Tauchgang ist: oben links, 6.09. Daneben, wie lang ich nicht fliegen darf (17.51). Dann maximale Tiefe und Tauchzeit des letzten Tauchgangs (11m, 79min). Unten aktuelle Uhrzeit und rechts blinkt „no fly“.

Das ich gefroren hab, wie ein Schneider, das zeigt er nicht an.

Inselambiente

Von der Gruta das Torres spazieren wir zu Fuß zurück. Der Diver benutzt Komoot, um uns zu leiten. Man kann sehen, wo man ist, wie hoch, wie schnell. Es zeigt die zurückgelegte Route an. Sehr praktischer Technik-Kram.
Wir laufen nur bergab. Ich freue mich über jede unbekannte Pflanze und kommuniziere im Stillen mit meiner ebenso pflanzenbegeisterten Schwägerin M*

Keine Ahnung, was das ist …

Der Straßenrand ist von Lavamäuerchen umsäumt, darauf wachsen Flechten und Farne.

Hinter den Mauern liegen Kühe und süße Kälbchen, auf der anderen Seite meckern uns Ziegen an.
Die Straße schlängelt sich in der Sonne bergab. Diver kündigt die erkennbare Linkskurve an! Wow!
Der Blick den Berg hinab ist unbeschreiblich.

Die Farben Blau, Grün und Schwarz sind weiterhin Hauptbestandteil der Farbpalette.
Das Programm des Divers schlägt eine Abkürzung vor, wir akzeptieren. Gut gemacht, denn wir laufen durch ein Dörflein. Touristen kommen hier wohl eher selten durch.

Hinter den Zäunen kläffen Hunde, Wäsche flattert im Wind, ab und zu klappert ein Pickup vorbei – wir sind auf dem Land. Einige Häuser stehen leer, sind verwahrlost.

In einem Café sitzen die Männer beim Rauchen zusammen. Wo sind die Frauen? Man beäugt uns, wir grüßen, freundlich winken sie zurück. Überall finden sich Spuren der Festa das Vindimas – Feiern zu Ehren der Weinlese. Mit viel bling bling wird alles bunt beleuchtet.

Wir laufen einen Umweg, gleich aufs Meer zu. An pechschwarzer Lava bricht sich schäumend der Atlantik.

Ein Windmühlchen steht inmitten der Weinberge.

Die Sonne scheint, wir brauchen ein Päuschen. In einer kleinen Bucht erhaschen wir im Schatten einen Tisch mit Aussicht auf das brandende Meer. Ein kühles Bier, Inselwein und Käse. Portugiesisch zubereiteter Thunfisch. Eine Eidechse, die auch etwas abhaben möchte. Was für ein Tag!
Wir beenden ihn am Naturpool, lassen uns von der Sonne verwöhnen, schauen, wie sie den Pico sanft anleuchtet, staunen über die Gischt der Wellen im Gegenlicht.
Es könnte uns schlechter gehen. Ach, das hatten wir schon? Macht nix. Stimmt immer noch.

Geheimnisse der Lava

Tauchen war gestern. Eine große Gruppe Belgier blockiert dieselben Einrichtungen, die wir benötigen: Frühstück- sehr laut, sehr voll. Tauchen – sehr laut, sehr voll, müssen uns hinten anstellen bei der Buchung. Also erst Donnerstag wieder tauchen. Moped leihen – Fehlanzeige. Haben alle die Belgier. Trotz unserer Reservierung, die ist nicht von Interesse. Na toll. Der Diver schaut so komisch, wenn er die Heerscharen der Französisch sprechenden Kompanie sieht. Merde!
Aaaber die Sonne scheint, kaum Wolken oder Wind. Wir werden mit dem Taxi zur Gruta das Torres fahren. Eine der längsten Lavahöhlen der Welt. Lava was? Lavahöhle. Wenn die Lava den Vulkan herabströmt, erkaltet sie oberflächlich und fließt unterirdisch weiter. Wenn am Ende des Ausbruchs weniger Lava fließt, bleibt ein Tunnel über. In unserem Fall ist ein Teil der Decke eingestürzt, so kann man sie betreten.
Taxi gesucht gefunden, Preis ok, los.

Wir buchen eine Führung, erhalten ein Hygienehäubchen, einen Helm und eine Taschenlampe – sorry we’re out of electricity. Dann steigen wir ab in die Unterwelt. Des Divers Augen leuchten, Höhlen sind sein Ding. Er lässt sie gerade voll Wasser laufen und legt schon Leinen.

Wir werden eingewiesen in die Lavalogie. Es gibt Lava, die sieht so aus, wie die Brocken aus den kleinen Gasgrills: offenporig, scharfkantig. Diese Sorte tut weh, wenn man barfuß drüber läuft. Das Geräusch, dass man dabei von sich gibt: ah, ah! Daher heißt sie AALava. Das ist der wissenschaftliche Name. Kein Scherz. Sie entsteht, wenn die Lava langsam fließt und sehr zähflüssig ist. Die andere Lava ist demnach viel heißer, flüssiger und daher viel glatter. Sie heißt Pahoehoe Lava. Das ist Hawaiianisch und bedeutet: Man kann ohne Schmerzen barfuß darüber gehen. Die Oberfläche ist glasartig, sehr glatt.
Wir krabbeln durch den Tunnel, sehen Lavastalagmiten – die Hitze lässt die Decke schmelzen, glatte Wände von Pahoehoe Lava, der Führer erklärt Risse, Pilze, Steinformationen und wie sie entstanden sind. Primär und Sekundärtunnel. Im Primärtunnel ist alles heißer, fließt schneller, im Nebentunnel geht es langsamer und Aa zu. Alles super interessant. Gut erklärt, nett aufbereitet.

Nicht alle Tunnel sind so glatt. Bild ist abfotografiert. Fusch!

Zum Schluss machen wir alle das Licht aus. Stockdunkel. Man hört nur das Tropfen des Wassers. Das Auge flimmert und sucht nach Licht. Keines da. Tolle Erfahrung. Licht wieder an, alle raus aus der Höhle.

Der Guide freut sich mehr über unser Lob, als über das Trinkgeld.
Wir gehen durch tolle Architektur zurück ans Tageslicht.

Zu Fuß treten wir den Rückweg an.
Morgen ist weder Tauchen, noch schönes Wetter. Daher gibt es dann ein wenig Inselambiente.

Wale zweiter Versuch

Es regnet. Fette Wolken hängen zwischen Pico und Fajal. Naja. Werden wir halt noch nasser, als sonst. Während des Frühstücks reißt es auf, die Sonne scheint, dahinter wieder dunkle Wolken. Das Wetter hier hält sich nicht an Prognosen von Otto-Normal-Deutschen. Kleidungstechnisch vorbereitet sein, ist hier echt schwer.
Wir treten zur verabredeten Zeit an, erhalten wieder die schönen Westen, das Briefing hatten wir ja schon. Vor dem Hafen rollen riesige Wellen an Land. Stefano winkt ab, das ist nur vor dem Hafen so. Im Süden wird es besser. Trotzdem bockt und rollt das Boot wie Sau. Man fühlt sich ein wenig wie beim Rodeo. Eingepackt wie die Michelinmännchen lassen wir uns nach Süden schippern.

Der Spotter hat heute Wale gesichtet. Vor Lajes do Pico. Nach einer Stunde Rodeo erspähen wir zwei Boote auf dem Meer. Sie dümpeln dahin. Das hat sicher einen Grund. Wir bocken mal rüber. Man kann einen „Blas“ sehen. Das ist die ausgeatmete Luft des Wals. Mit Wasser verbunden, kann man sie schön sehen und weiß, wo der Wal ist. Es ist ein Pottwalbaby. Sicher 2-3 Meter lang. Es kann nicht mit der Mutter tief tauchen, daher wartet es an der Oberfläche, bis sie vom Jagen zurück ist.
Wir dürfen nicht nah ran, um das Sonar der Tiere nicht zu stören. Es wendet und taucht ab. Stefano erklärt, dass das Kalb, auch wenn Mama so tief ist, mit ihr kommunizieren kann und ihr an der Oberfläche folgt. Pottwale tauchen bis zu 3 km tief, um Kalmare zu jagen. 45 Minuten lang.
Wir suchen weiter. Eine Gruppe mit 7 Pottwalen dümpelt an der Oberfläche, einige Minuten mit ihnen sind uns vergönnt, dann tauchen auch sie ab. Da ich versuche, nur schöne Bilder zu zeigen. Gibt’s hier keins.
Die Rückfahrt ist gegen den Wind, also noch härter und bockig.

Rückweg mit Pico

Da wir drei Haitauchgänge gebucht haben, geht es nach der Mittagspause wieder raus. Weit nach Norden. Anfüttern mit Fischblut und Stückchen, warten. Wieder über zwei Stunden.
Dann taucht er auf. Ein schöner 2,5m Blauhai! Wir machen uns fertig und tauchen ab. 77 Minuten bleibt er bei uns!
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Für alle, die sich Sorgen machen: er ist nur an Fisch interessiert. Zeigt keinerlei Aggressionen. Haie beißen nicht wild um sich und töten nicht alles, was so rumschwimmt. Menschen gehören nicht in sein Beuteschema, stinken nach Neopren und sterben häufiger an herabfallenden Kokosnüssen, als an Haibissen.